„Wie könnte eine Welt aussehen, die indigene Völker respektiert, die daran arbeitet, Rassismus und Kolonialismus in einem globalen Rahmen zu beseitigen?“ (Marcos, 2017)

“Wie könnte eine Welt aussehen, die indigene Völker respektiert, die daran arbeitet, Rassismus in einem globalen Rahmen zu ende? Es müsste damit beginnen, die stereotype Wahrnehmung indigener Völker zu beenden; diese ist weit verbreitet und anerkannt, wie kaum eine andere, aber die meisten Menschen kennen weder deren Ursprünge, noch den tatsächlichen Schaden, der durch sie angerichtet wird.”

Karl Mays beliebter Pseudo-Indianer hat die tatsächliche indigene Bevölkerung jahrzehntelang falsch dargestellt und damit einer weit verbreiteten Aneignung und Ausbeutung indigener Kulturen den Weg bereitet. Menschen indigener Herkunft sind willkommen, jedoch eigentlich nur, wenn sie die Klischees erfüllen.

Auch in Nordamerika sind sich viele Menschen indigener Herkunft nicht bewusst, dass die Stilisierung als Maskottchen in Deutschland lediglich die Kehrseite tiefgreifender Probleme ist, die sich als systematischer Rassismus, Polizeigewalt und Ungerechtigkeit gegenüber Minderheiten darstellen, selbst wenn indigene Bilder, Kulturen und sogar Knochen den Europäern als Genugtuung dienen.

Deutschland repräsentiert als Mikrokosmos all die Kämpfe die weltweit sowohl gegen die Dekolonisierung als auch zu ihren Gunsten stattfinden, zu Gunsten einer Abschaffung der Privilegien und der Vormachtstellung der Weißen, die unsere Welt in Lager gespalten und dabei geholfen hat, sie zu zerstören. Stereotype wurden erfunden um den Weißen die Erhalt ihrer Macht zu sichern….und andere unter Kontrolle zu halten. In English.

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Unser Film ist in Englisch und Deutsch mit englischen oder deutschen Untertiteln erhältlich.

Filmdetails:

  • Ein Dokumentarfilm in voller Länge über 70 Minuten.
  • Der Film wird die Themen Stereotype, kulturelle Aneignung und Rassismus mit einem kritischen Blick auf die Geschichte der Native Americans und die Tradition von deutscher „Indianertümelei“ verknüpfen.
  • Forget Winnetou! wird der Frage nachgehen, welche Möglichkeiten es gibt zu verlernen und zu dekolonialisieren.
  • Wir werden Native Aktivist*innen, Wissenschaftler*innen und Künstler*innen interviewen, sowie Menschen, die sich kritisch mit der deutschen Wahrnehmung von und Haltung gegenüber Native Americans beschäftigen.
  • Der Hauptfokus des Films liegt auf Interviews, die mit graphischen Animationen verknüpft werden.

Foto: Viveka Frost